Treffen in Zeiten von Corona

Die Covid-19-Pandemie hat die Welt fest im Griff. Deswegen müssen auch wir Kommunistinnen und Kommunisten neue Wege finden mit der Situation umzugehen und trotzdem aktiv zu bleiben.

Abhängig von der aktuellen Pandemielage fanden und finden unsere Treffen weiterhin im zwei Wochenrhythmus Donnerstagabends statt – allerdings online. Wenn ihr Interesse an Kontakt zur DKP Trier habt, schreibt uns eine E-Mail an dkp-trier[ät]riseup.net

Rede bei ZeroCovid-Kundgebung

Heute durfte die DKP und SDAJ Trier eine Rede bei der ZeroCovid-Kundgebung auf dem Trierer Hauptmarkt halten:

Liebe Freunde und Freundinnen, Genossen und Genossinnen,

ich halte heute den Redebeitrag für die SDAJ und die DKP Trier.

Es ist schwierig, in diesen Zeiten nicht dem Zynismus verfallen. Da sterben weiterhin täglich Menschen an einem Virus, der in dem Entwicklungsland China seit langer Zeit praktisch ausgerottet ist, und unsere Ministerpräsidentin lässt die Außengastronomie öffnen, aus Angst davor, dass sonst alle nach Malle fliegen würden. Es infizieren sich weiterhin Zigtausende Menschen täglich, von denen viele an Spätfolgen leiden werden, aber solange die Intensivstationen nicht zum Bersten voll und das Krankenhauspersonal nicht kurz vor dem Burnout ist, wird fleißig über Lockerungen diskutiert, die Erholung der ach so gebeutelten Exportindustrie gefeiert und mit kindlicher Freude dem Dax beim Klettern zugeschaut. Hätte das massenhafte Sterben und Leiden durch das Virus verhindert werden können? Könnte es jetzt noch verhindert werden? Die klare Antwort der Regierenden: Nein. Mehr als Impfen und die Verhinderung eines totalen Kollapses des Gesundheitssystems war und ist nicht drin. Aber hätte man nicht wenigstens mehr Impfstoff herstellen können, in dem der Patentschutz aufgehoben und die Produktion dadurch verbreitert wird? Auch hier die klare Antwort der Regierenden: Nein. Ohne Patente keine dicken Profite und ohne dicke Profite kein Anreiz Impfstoffe zu entwickeln, ja überhaupt irgendwas für die Gesellschaft zu machen. Aber könnte man nicht wenigstens die Krankenhäuser verstaatlichen und dafür sorgen, dass ausreichend Lagerkapazitäten für Schutzausrüstung geschaffen und die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten verbessert würden? Die klare Antwort der Regierenden: Nein. Ohne Konkurrenz über Lohn- und Lagerkosten keine dicken Profite und ohne dicke Profite kein Anreiz Patientinnen und Patienten gut zu versorgen, ja überhaupt irgendwas für die Gesellschaft zu machen. Aber könnte man nicht, sollte man nicht, hätte man nicht…? Ich könnte jetzt noch sehr lange so weitermachen und ich denke euch würde auch einiges einfallen, was man an der Stelle einfügen könnte. Die Antwort der Herrschenden wäre immer die gleiche: Schöne Idee, aber wer denkt denn an die Wirtschaft? Und wenn sie „Wirtschaft“ sagen, dann meinen sie Profite. 

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ZeroCovid Kundgebung in Trier

Das Chaos hat System – für einen solidarischen Shutdown!

Es ist keine vernünftige Strategie, von einem Lockdown in den nächsten zu stolpern, irgendwie auf’s Impfen zu hoffen und dabei Tausende Tote in Kauf zu nehmen.

Es ist keine vernünftige Strategie, viel zu niedrige Unterstützungsleistungen viel zu spät auszuzahlenund dabei Tauende Insolvenzen und Existenzvernichtungen in Kauf zu nehmen.

Es ist keine vernünftige Strategie Schulen und Kindergärten abwechselnd zu öffnen und zu schließen,während der Gesundheitsschutz auf der Strecke bleibt und die Überbelastung von Eltern miteingeplant wird.

Es ist keine vernünftige Strategie, Bundeswehrsoldaten zu Militarisierungszwecken in dieGesundheitsämter zu stecken, aber an den katastrophalen Arbeitsbedingungen und der Gewinnorientierung im Gesundheitswesen nichts zu ändern.

Es ist keine vernünftige Strategie, die Lasten der Krise auf die Masse der Bevölkerung abzuwälzenund dabei Großkonzerne ihre Milliardengewinne einfahren zu lassen.

  • Ein Jahr Pandemie hat gezeigt: nicht die Vernunft, sondern der Profit steht im Mittelpunkt. –

Was wir brauchen, ist ein konsequenter Shutdown, weil jede:r Corona-Tote eine:r zu viel ist, weil fürArbeiter:innen, Familien, Kunstschaffende, Studierende oder Gewerbetreibende ein monatelangesHin und Her unzumutbare Unsicherheit und Belastungen bedeutet!

Was wir brauchen, ist die Garantie jedes Arbeitsplatzes, hundertprozentige Lohnfortzahlung, massiveAufstockung des Personals im Gesundheitswesen und Unterstützung Aller, die die Krise besondershart trifft!

Was wir brauchen, ist eine Covid-Solidaritätsabgabe auf hohe Vermögen, Unternehmensgewinne,Finanztransaktionen und die höchsten Einkommen!

Was wir brauchen, ist die Organisierung fortschrittlicher, antikapitalistischer Kräfte, mit denen sichdie Umsetzung dieser Forderungen durchführen lässt. Denn: Wir werden diese nur gegen diekurzfristigen Profitinteressen der Konzerne und große Teile der Politik erkämpfen können. Ohne die Macht der Gewerkschaften, ohne die Macht fortschrittlicher Kräfte aus der Zivilbevölkerung wird dasnicht möglich sein!

Kommt am 27.03.2021 um 11Uhr zur Demo auf dem Hauptmarkt

Rosa-Luxemburg-Online-Lesekreis

Zum 150. Geburtstag von Rosa Luxemburg wollen wir nicht nur hippe Bilder und Sprüche der Gründerin der Kommunistischen Partei Deutschlands auf Insta und Facebook posten – wir wollen uns (auch) inhaltlich mit ihren Schriften auseinandersetzen.

Deswegen veranstalten die SDAJ Trier und die DKP Trier einen Online-Lesekreis zu ihrem Werk „Sozialreform oder Revolution?“ Ihr seid herzlich zum Online-Treffen eingeladen – Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Das erste Treffen findet am Freitag, 12. März 2021 um 20Uhr statt. Ein Einstieg zum zweiten Treffen ist auch noch möglich.

Den Link zur Veranstaltung erhaltet ihr, wenn ihr eine E-Mail an sdaj-trier[ät]riseup.net schickt.

Rede zur Frauenkampftags-Demo

Am 8. März 2021 organisierte das Feministische Bündnis Trier eine Demo, an der circa 400 Menschen teilnahmen. Die Genossin Sigi hielt die Rede für SDAJ und DKP Trier:

Liebe Genoss*innen, liebe Freund*innen,

ich spreche heute für die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ) und die Kommunistische Partei (DKP).

Die Unterdrückung der Frau hat eine lange Geschichte und zieht sich durch unzählige Generationen von Menschen. Ohne das Recht auf Arbeit, gebunden an den Haushalt, fristete die proletarische Frau lange Zeit ein Leben in absoluter Abhängigkeit vom Mann. Ohne Recht auf Arbeit, kein Einkommen. Ohne Einkommen, keine Unabhängigkeit.
Ein wichtiger Schritt hin zur Emanzipation von Frauen war also, dass Frauen auch einer Lohnarbeit nachgehen konnten, um damit finanziell und materiell unabhängig zu werden. Reichte der Lohn von Frauen damals nicht ansatzweise aus, sich selbst oder die Familie zu ernähren, legte die Berufstätigkeit der Frau jedoch den ersten wichtigen Grundstein zur Unabhängigkeit vom Mann.
Den Kapitalisten diente die Frau als noch billigere Arbeitskraft, die sie einsetzen konnten, um Waren kostengünstiger zu produzieren und sich so einen Vorteil gegenüber anderen Kapitalisten zu verschaffen. Das sorgte für eine verschärfte Konkurrenz zwischen Männern und Frauen, da Männer ihre Jobs verloren oder selbst mit Lohndumping zu kämpfen hatten. Durch permanent sinkende Löhne wurde das Arbeiten beider Geschlechter notwendig, um die Familie zu ernähren.

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Bündnis Pflege.Auf.Stand in Mainz

Das Bündnis Pflege.Auf.Stand. besteht aus Beschäftigten in der Krankenpflege aus 55 rheinland-pfälzischen Kliniken sowie Altenpflegeeinrichtungen zahlreichen unterstützenden Organisationen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben über die fortwehrend schlechten Arbeitsbedingungen in der Pflege zu informieren und gemeinsam mit gezielten Forderungen an die Politik Verbesserungen zu erkämpfen. So wurden 4 zentrale Forderungen erarbeitet, die durch öffentlichen Druck auf die Landesregierung dringend umgesetzt werden müssen, um das Fortbestehen einer qualitativen Pflege mit menschenwürdigen Arbeitsbedingungen in den Krankenhäusern und Pflegeheimen zu sichern.

Die 4 Forderungen im Wortlaut:
Wir fordern mehr Personal und verbindliche Personalvorgaben für alle Bereiche der professionellen Pflege.
Wir verlangen, dass keine Pflegefachperson mehr alleine im Dienst ist!

Wir erwarten eine tarifliche Bezahlung für alle und deutlich mehr Gehalt.
Wir benötigen eine bedarfsgerechte Finanzierung. Das DRG-System für die Krankenhäuser ist abzuschaffen. Für die Altenpflege wollen wir eine solidarische Pflegegarantie.

Am 08.03. fand eine, leider unter Pandemie-Bedingungen reduzierte, aber kraftvolle Demonstration stellvertretend für alle 43.000 Pflegekräfte im Bundesland statt, bei deren Abschlusskundgebung den regierenden Parteien im Landtag o.g. Forderungen überreicht wurden. Die Überreichung erfolgte unter Ankündigung, die Aktionen des stetig wachsenden Bündnisses nach und nach auszuweiten, bis ernsthaft auf die Forderungen eingegangen werde. Für September ist bereits ein große, zentrale Pflegeaufstand-Demonstration in Mainz geplant zu der, sofern die Pandemie es bis dahin zulässt, alle Pflegekräfte, Beschäftige der Krankenhäuser und Pflegeheime und alle unterstützenden Organisationen aufgerufen werden den Forderungen Nachdruck zu verleihen.
Als DKP und SDAJ sind wir Bündnispartner*innen und beteiligten uns an der trotz reduzierten Personenzahl beeindruckenden Demonstration durch die Mainzer Innenstadt.

Wir stehen uneingeschränkt hinter den Forderungen des Bündnisses und sehen es als unsere Verpflichtung den Aufstand der Pflegekräfte solidarisch zu unterstützen, denn das Problem liegt in den Ökonomisierungszwängen im Gesundheitssystem und dem Verkauf der Gesundheit als Ware. Das Problem heißt Kapitalismus.

+++ DEMOAUFRUF +++

White lives matter? Wtf?!

27.02. / 16.00 / Heuschreckbrunnen Ecke Stresemannstraße

Aus den Untiefen des untergegangenen Reichs meldet sich ein alter und allseits unbeliebter Bekannter zurück, Mister Safet Babic, seines Zeichens zugezogener aber deshalb nicht weniger fanatischer „deutscher Kamerad“ und „444-Allstar“.

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