Sonderbeilage zur Roten Spritze – Flutkatastrophe in der Eifel

Mitte Juli bahnten sich in der Eifel riesige Wassermassen ihren Weg. Die Flutkatastrophe forderte über 170 Tote, viele Menschen verloren alles. Doch wie konnte es zu so einer Katastrophe kommen?

Klimawandel – „Solange es uns nicht trifft, ist alles gut“

Bereits am Montag zeigten die Wetter-Prognosen, dass in den nächsten Tagen mit erheblichen Niederschlägen zu rechnen sei. Das Tiefdruckgebiet „Bernd“ brachte viel Regen mit sich und zog nur langsam über die Region hinweg. Wetterexperten sind sich einig: Das Klima in Deutschland hat sich in den letzten 20 Jahren stark verändert. Die Temperatur steigt immer weiter an. Hierdurch werden auch höhere Luftschichten immer wärmer. Warme Luft speichert mehr Feuchtigkeit. Dies bedeutet auch mehr Regen, Gewitter und Starkregen. Dadurch, dass der Höhenwind „Jetstream“ sich deutlich verlangsamt, bleiben solche Extremwetterlagen außerdem auch noch länger an einem Ort. Wir müssen uns wohl darauf einstellen, dass solche Wetterphänomene immer öfter auch uns treffen.

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Direktkandidat ins Rennen geschickt

Pressemitteilung der DKP Trier:

Am vergangenen Freitag, 30. Juli 2021 wurde vom Kreiswahlausschuss bestätigt, dass der Direktkandidat der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) Trier Simon Becker ins Rennen um die Wahl zum deutschen Bundestag schicken kann.

Simon Becker ist Arzt am Saarburger Kreiskrankenhaus und hat die Corona-Krise an vorderster Front miterlebt. „Die Zustände in bundesdeutschen Krankenhäusern waren schon vor der Pandemie dramatisch, seit den ersten Covid-19-Fällen ist sie katastrophal!“, beschreibt ver.di-Mitglied Becker die Lage. Der 33-jährige Saarburger steht dafür ein Krankenhäuser in die öffentliche Hand zurückzuführen und dafür, dass medizinische Versorgung nicht durch Profitinteressen geleitet wird.

Außerdem vertritt er natürlich auch die weiteren Alleinstellungsmerkmale der DKP – konsequente Abrüstung und Ablehnung von Kriegs- und Auslandseinsätzen der Bundeswehr und dass die Lasten der Krise nicht auf die Bevölkerung abgewälzt werden. Simon Becker äußert dazu, dass „einzelne Reiche und ganze Konzerne haben sich in der Krise die Taschen voll gemacht – diese müssen nun auch die Kosten für die Krise zahlen.“ Der Mediziner Becker benennt jedoch auch die Ursache für die Krise: „Der Kapitalismus wird immer wieder Krisen mit sich bringen. Um diesen Krisen entgegen zu treten, Ungerechtigkeit auf der Welt zu beenden und Umweltschutz konsequent zu betreiben, müssen wir auf kurz oder lang den Kapitalismus überwinden.“

Mehr Informationen finden Sie unter https://dkptrier.wordpress.com/bundestagswahl/

Position der Kommunistischen Partei Israels

Ein sehr gutes Interview zur derzeitigen Situation in Israel und Palästina mit der Kommunistischen Partei Israels (Maki) (המפלגה הקומוניסטית הישראלית) und dem linken Bündnis Chadasch (חד“ש) in der ‚Zeitung der Arbeit‘

Chadasch-Vorsitzender Ayman Odeh brachte dabei seine Unterstützung für den Kampf der Palästinenser zum Ausdruck: „Der Hauptpunkt ist, dass es eine Besatzung gibt. Solange es eine Besatzung gibt, wird es Widerstand geben.“ Der israelische Parlamentarier erklärte, es sei logisch, dass sich dieser Widerstand in Zeiten der Provokation verschärfe. Odeh rief die Menschen in Israel und Palästina dazu auf, für Gerechtigkeit und Frieden zusammenzustehen: „Wer in Frieden und Sicherheit leben will, muss sich als Teil der gerechten Sache der Palästinenser verstehen. Ich appelliere an die jüdische Öffentlichkeit, an diejenigen, die Frieden und Gleichheit wollen. Ich bitte jeden von Ihnen, sich als Teil des gerechten Kampfes des palästinensischen Volkes gegen die Besatzung, für einen unabhängigen palästinensischen Staat, für einen gerechten Frieden und für die Sicherheit beider Völker zu sehen.“

Das gesamte Interview in der Zeitung der Arbeit ist hier nachzulesen: https://zeitungderarbeit.at/international/israels-kommunisten-unterstuetzen-den-palaestinensischen-kampf/

Rede der DKP Trier bei der Demo zum Tag der Befreiung

Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Freundinnen und Freunde,

Ich spreche heute für die Kommunistische Partei (DKP).

Heute ist der Tag der Befreiung vom Faschismus. Heute vor 76 Jahren kapitulierte das deutsche Nazi-Regime bedingungslos. Doch was ist in den zwölf Jahren zuvor passiert? In den Jahren nach der Machtübertragung an die NSDAP im Deutschen Reich gab es zahlreichen Städten Pogrome gegen Jüdinnen und Juden, diese wurden zuerst tyrannisiert und später in Ghettos und Konzentrationslager gebracht, zur Zwangsarbeit und für vermeintlich wissenschaftliche Zwecke missbraucht, zu Tode gefoltert und millionenfach ermordet. Millionenfach ermordet. Worte, die so leicht in einer Rede gesagt, in ein Geschichtsbuch geschrieben sind, aber unendliches und unvorstellbares Leid bedeuten.

Menschen, die nicht ins Weltbild der faschistischen NSDAP passten, seien es Juden, Sinti und Roma, Menschen mit Beeinträchtigungen, Homosexuelle oder sogenannte „Asoziale“ wurden genauso wie Menschen, die sich für Arbeiterrechte und Demokratie einsetzten, allen voran Gewerkschafter, Kommunisten und aufrechte Sozialdemokraten verfolgt, in Lager gesteckt und tausendfach ermordet.

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Rede der DKP Trier bei der Maibündnis-Demo

Am 1. Mai 2021 hat das Trierer Maibündnis eine revolutionäre Demonstration veranstaltet. Die Kommunistische Partei (DKP) Trier hat dazu eine Rede gehalten:

Liebe Genossen und Genossinnen, liebe Freunde und Freundinnen,
„Nieder mit dem Krieg! Nieder mit der Regierung!“, tönt es lautstark über den Potsdamer Platz in Berlin. Die Menge jubelt. Doch wenig später wird der Redner, auf den sich die Schergen der Polizei sofort nach der Losung stürzen, abgeführt und verhaftet. Obwohl er Abgeordneter ist, bekommt er eine mehrjährige Zuchthausstrafe. Abgespielt hat sich das Ganze am 1. Mai 1916, knapp zwei Jahre, nachdem sämtliche Gewerkschaften für die Kriegskredite, für den Burgfrieden mit den Herrschenden, für den imperialistischen Krieg gestimmt hatten. In der Folge gab es keine Streiks mehr und auch keine Maidemonstrationen, bis zu jener am 1. Mai in Berlin, die der Kommunist Karl Liebknecht organisierte und die für ihn im Kerker endete. Laut Polizeibericht sind nur einige Hundert meist jugendliche Menschen dem Aufruf Liebknechts gefolgt, tatsächlich waren es wohl mindestens Tausend. In jedem Fall war es an Größe keineswegs die bedeutendste Maidemonstration und dennoch ist sie für das Bewusstsein der deutschen Arbeiterklasse die vielleicht wichtigste, die je stattgefunden hat. Die Erinnerung an den 1. Mai 1916 zwingt sie immer und immer wieder zu fragen, wie es soweit kommen konnte, dass auf den Schlachtfeldern Europas deutsche Arbeiter für die Interessen von Krupp, Siemens und Co. französische und russische Arbeiter abschlachteten und selbst abgeschlachtet wurden. Die Erinnerung an diese kraftvolle Demonstration auf dem Höhepunkt des Weltkriegs zwingt sie, sich mit den Worten Karl Liebknechts aus seiner Rede am 2. Dezember 1914, in der er die Kredite für die Fortführung des Völkermordens ablehnte, auseinanderzusetzen: „Der Krieg ist kein deutscher Verteidigungskrieg. Sein geschichtlicher Charakter und bisheriger Verlauf verbieten, einer kapitalistischen Regierung zu vertrauen, dass der Zweck, für den sie die Kredite fordert, die Verteidigung des Vaterlandes ist.“ Keinem Arbeiter und keiner Arbeiterin in diesem Land sollten diese Worte unbekannt sein. Die Kriege der Herrschenden sind nicht unsere Kriege. Kein 1. Mai, kein Kampftag der arbeitenden Bevölkerung, sollte je ohne diese Losung stattfinden!

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